Entscheidungen

Es gibt sie bestimmt, diese Entscheider, die ständig die Konflikte suchen. Diese, die nie abschalten, nichts einfach haben wollen….

Aber die Meisten, seien wir ehrlich zu uns, suchen täglich die einfache Lösung.

Wenn wir alle jeden Tag, jede Sekunde, alles infrage stellen würden, immer und überall ,alles neu durchdenken wollten, brauchten wir 7000 000 000 Gripsköpfe auf der Welt uns keine Gedanken mehr um die Erderwärmung zu machen. Dann wäre unser schöner Planet schon ausgebrannt von unserer Abwärme.

Also haben wir überlebt und wandeln auf diesem Planeten, weil wir mit unseren Ressourcen sparsam umgehen.

Wir entscheiden möglichst wenig wirklich bewusst. Wählen gerne den passiven Weg. Benutzen Automatismen beim Autofahren, bei der Auswahl unseres Essens aber leider eben auch wenn Denken mal angebracht wäre und fallen rein auf unsere sonst so nützliche Faulheit.

Wir haben aus Energiespargründen Vorurteile und vermeiden es, uns jeden Tag aufs neue infrage zu stellen. Wir machen Entscheidungen am Geschlecht oder Rasse fest. Wir vereinfachen so oft und so stark es geht und manchmal richten wir damit gehörigen Schaden an. Alles nur um nicht auszubrennen,  Anstrengungen zu vermeiden. Gibt es dazu eine Alternative? Wohl eher nicht. Nur sollten wir unsere Unvollkommenheit nie vergessen und immer wieder über scheinbar klare Dinge nachdenken. Uns aus unserer Komfortzone  heraus bewegen.

Ein gutes Buch dazu ist  „Schnelles Denken, langsames Denken“ von Daniel Kahneman  Gibt es bei einschlägigen Händlern, die mich hierfür nicht bezahlen.

Warum ist mir gerade so über Entscheidungen nachzudenken? Ich weiß von den Mechanismen, weiß von den Tücken. Ich weiß, das Passivität einfacher ist als aktiv zu Handeln.
Aber betroffen von den Auswirkungen sieht man es natürlich ganz anders. Da nützt es wenig zu wissen, warum jemand nicht handeln kann. Da hilft es wenig, dass man um die Endlichkeit der Kraft eines Menschen weiß. Da gibt es schon etwas Wut darüber, dass es so ist wie es ist. Da hat man Angst auf dem Schafott der verschleppten Entscheidungen zu enden. Da die Zeit erbarmungslos ist und Handeln irgendwann immer unbedeutender wird.

Kopieren, Veröffentlichen usw. nur mit Genehmigung gripseljagd 2016

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Ein Gedanke zu “Entscheidungen

  1. Aktiv Entscheidungen zu treffen und erlernte Verhaltensmuster zu verändern sollten mehr und mehr in unseren Fokus rücken, da stimme ich dir voll und ganz zu. Wir entscheiden nicht nur für uns, nicht nur über diese eine Person/Situation, sondern sind Vorbild für andere, für Nachbarn, Kinder, Enkel und für uns selbst.
    Ich bin davon überzeugt, dass man immer neu anfangen, neu lernen kann und Altes nicht vergessen, sondern daraus lernen sollte.
    Manchmal kann es Ewigkeiten dauern, aber zu erkennen was man ändern möchte, ist der erste Schritt in eine andere Richtung 🙂
    Ich denke oft über andere nach und versuche mich möglichst daran zu erinnern, welche Rolle ich eigentlich in der Situation eingenommen habe und was ich hätte anders tun können, manchmal gelingt mir das auch einfach nicht. Aber der erste Schritt ist getan und ich werde es weiter tun, denn wer bin ich denn, mich über andere zu erheben, wenn ich es selbst nicht besser kann.
    Liebe Grüße Julia

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