Ich mag Rotkäppchen

Das wir hier uns nicht falsch verstehen, das Rot auf dem Kopf ist gar nicht wirklich so wichtig. Es ist natürlich ein starkes Symbol in dem Märchen, welches viele Synapsen zum feuern bringt, Verknüpfungen aktiviert die tief in uns begraben liegen. Zu Rot und seinem suggestiven Einfluss komme ich vielleicht später mal. Ich will hier auch keine Interpretation des Märchen liefern, das gibt es zu genüge.

Was mich an Rotkäppchen reizt ist ihre Unbefangenheit.  Sie macht sich schick und los geht es. Nichts verstecken, nicht Rücksicht nehmen auf das was passieren könnte.
Nicht an den Wolf denkend. Und warum ging das? Weil der Wolf die Ausnahme war, damals. Keine bösen Gedanken, einfach, schaut mich an und freut euch auf mich.
Und ein Jäger hat gereicht, für den Ernstfall, der im Märchen eingetreten ist. Aber was wir auch da rein interpretieren, damals reichte für alle Wölfe ein Jäger.
Heute, rufen viele nach Kameras, nach mehr Polizei, nach Überwachung. Und das vor unseren Kirchen, auf unseren Plätzen. Nicht nur im dunklen Wald. Und die Rotkäppchen denken darüber nach ob sie nicht doch auf ihr kurzes Kleid verzichten oder gar nicht erst durchs Dorf laufen, geschweige denn durch den Wald.

Ich hoffe wir bekommen noch die Kurve bevor es keine Rotkäppchen mehr gibt die uns bei ihrem Anblick lächeln lassen. Bevor wir nur noch mit gesenkten Köpfen gehen damit unsere Gesichter nicht erkannt werden. Bevor wir uns unsere Unbefangenheit unsere Freiheit nehmen lassen oder unsere Angst siegt. Die Rotkäppchen werden die ersten sein.

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