In die Ecke Diesel! Diesel! seids gewesen…

Zehn kleine Diesellein

Die fuhren übern Teich
da ist der eine Aufgefallen,
da waren es nur noch neun

neun kleine Diesellein,
die jagten einen Elch,
da ward der eine abgeschafft,
da waren es nur noch acht

acht kleine Diesellein,
die fuhren in den Sumpf,
da hat der eine nicht geschmiert,
da waren es nur noch sieben

Sieben kleine Diesellein,
die fuhren zur der Hex,
da hat der eine zu viel geschluckt,
da waren es nur noch sechs

Sechs kleine Diesellein,
die fuhren in die Stadt,
da hat der eine keine sechs,
da waren es nur noch fünf

Fünf kleine Diesellein,
ließen einen Pups,
der eine hat‘s zu oft gemacht,
da waren es noch vier.

Vier kleine Diesellein,
die fuhren mal zum Tüv,
der eine war zu heiß gestylt,
da waren noch drei

Drei kleine Diesellein,
die rochen nach faulem Ei,
der eine war nicht schnell genug,
da waren es noch zwei

Zwei kleine Diesellein,
die fingen an zu weinen,
der eine war nicht Rost geschützt,
da gab es nur noch einen

Ein kleines Diesellein,
das fuhr dann ins Museum,
da ging ihm dann der Diesel aus
da war auch er dann futsch.

 

Man kann es fasst nicht mehr hören. Jeden Tag ein neuer Blick in den Dieselsumpf. Aber wenn wir ehrlich sind, wussten wir, dass da etwas nicht stimmen kann. Kein Auto erfüllt die Parameter die im Prospekt versprochen wurden. Welches Fahrzeug kam denn annähernd an die Verbrauchswerte heran die dort geschrieben stehen?

Diesel wurden gekauft, weil sie trotzdem relativ wenig verbrauchen. Diesel wurden gekauft, weil sie sich gut fahren, Kraft haben. Weil sie Spaß machen. Das versprochen wurde, sie sind sauber, das passt natürlich ganz gut um das Gewissen zu beruhigen. Aber wer ehrlich ist, weiß, dass Mobilität die Umwelt belastet.

Aber wir müssen zur Arbeit, wollen Mobil sein, wollen Spaß haben. Das Individuum ist da schon etwas egoistisch, das treibt die Gesellschaft an, auch darüber kann man sprechen, aber das ist nicht hier Thema.

Den Auto Herstellern die alleinige Schuld zu geben ist aber zu einfach. Es wäre nie so weit gekommen, wenn die gewählten Politiker ihre Arbeit gemacht hätten. Die gesetzlichen Rahmenbedingungen ermöglichen ja erst diese Schummeleien.

Technisch wäre es kein Problem, reale Verbrauchs.- und abgaswerte zu ermitteln. Aber auch für Politiker war es einfach, diese eben nicht zu haben.

Da konnten Abgaswerte und CO Ausstoß so schön runter geplant werden. Mit Werten angegeben werden, die nie Realität waren.

Reale Messwerte, hätten eben nicht nur Schummeln verhindert, sondern auch Abgas und Verbrauchsforderungen als unrealistisch dargestellt. Besser wäre es trotzdem gewesen.

Was nun?

Ich bin für abhaken. Ich bin für einen Neuanfang, für nach vorn schauen.  Herr Oezdemir z.B. eiert zwar noch herum, widerspricht sich selbst wie man hier lesen kann:

http://www.deutschlandfunk.de/gruenen-chef-oezdemir-kritisiert-dieselgipfel-mit-einigen.694.de.html?dram:article_id=392603

 

….„Das ist doch der entscheidende Punkt, und jetzt geht es halt drum, dass die Automobilindustrie die Gewinne, die sie angehäuft hat in den letzten Jahren, dafür investiert, den Diesel sauber zu machen. Technisch lösbar ist das alles. Es geht darum, wird das Geld dafür verwendet oder nicht. Und offensichtlich funktioniert das nicht freiwillig.“……“Ich will das deutsche Auto nicht eines Tages mal im Museum besichtigen, sondern ich will, dass wir auch in Zukunft Autos in Deutschland herstellen, und da muss doch klar sein, auf Dauer können die nur emissionsfrei sein. Andere tun das, und wir können uns nicht abschotten vom Rest der Welt.“

 

Aber am Ende muss er auch zugeben, dass nach Vorn geschaut werden muss. Eine Hardware Nachrüstung bindet Mittel die wo anders dringender gebraucht werden. Eine Entschädigung für einen Besitzer eines 2,5 t SUV oder PS protzenden Sportkombi ist doch ein Witz. Jeder der so ein Fahrzeug kauft, weiß, dass dieses die Umwelt mehr als nötig belastet. Er hat sich bewusst dafür entschieden, dass ihm sein Spaß wichtiger ist als die Gesundheit seiner Mitmenschen. Eine Frechheit jetzt nach Entschädigung für den Wertverlust seiner Dreckschleuder zu rufen.
Eltern fahren in Großstädten ihre Kinder in den Kindergarten, zur Schule, mit diesen Dreckschleudern und oft noch zu schnell in der 30er Zone , die die Kinder schützen soll.

Was gebraucht wird, sind reale Messwerte und realistische Grenzwerte. Mit welcher Technologie, diese sich natürlich weiter verschärfenden Werte, dann erfüllt werden ist Sache der Industrie und nicht von Politik.
Ob dann LPG, Erdgas, Wasserstoff,  Benzin, Diesel, Hybrid oder Elektro als Antrieb übrig bleibt, ist dem Wettbewerb geschuldet. Einzelne Technologien zu verbieten oder zu Fördern übersteigt sowieso den Sachverstand der meisten Politiker.
Realistischer Wettbewerb bedeutet aber auch, dass die gesamte Kette der Umweltbelastung verglichen wird.Wer sein Elektroauto mit Strom aus Kohle betreibt stößt eben auch Abgase aus.

 

Was machen wir mit dem Schmutz in den Städten?

Statistiken sind natürlich immer von der Fragestellung abhängig. Die bösen Diesel leicht zu benennen und Forderungen nach Verboten dann schnell zu Hand.

Aber viele Dieselfahrer sind gar nicht die wesentlichen Verursacher. Denn die Belastung ist ein statistischer Wert, der den Einzelnen kaum erfasst. Da gibt es die Touris die Städte wie Stuttgart oder München zwei /drei  mal in ihrem Leben anfahren. Pendler die ihr Auto den ganzen Tag nicht bewegen usw. alle diese werden dann mit erwischt.

Dabei entsteht der Dreck durch alte Lieferfahrzeuge, Taxis, alte Busse, kommunale Fahrzeuge, Polizei usw. alles Fahrzeuge die bei einem Fahrverbot ausgenommen sind.
Taxis, Handwerker, Post und Paketdienste die den ganzen Tag in der Stadt fahren müssen dieses nicht mit Verbrennern tun.

Wer wirklich was tun will soll investieren. Neue elektrische Busse, Taxis, usw. Dauerbelaster modernisieren. Wer was erreichen will, braucht moderne Leitsysteme die Standzeiten vermeiden. Grüne Wellen an Ampeln, modernes Parkraummanagement.

Was ich oft finde, sind Ampeln an den ich stehe obwohl niemand kommt, als wenn schnelles umschalten Geld kostet. Zur Verkehrsberuhigung werden 30er Zonen eingerichtet die bisherige Hauptachsen zu einer stop and go Strecke machen, bei der bei jeder einmündenden Straße angehalten werden muss, „toll“ für die Umwelt und schwachsinnig. 30km/h lässt sich auch anders erreichen.

Schützt die Kinder und sperrt die Straßen vor Kindergärten und Schulen. Modernisiert den Nahverkehr und steckt dort die Fördermittel rein. Der Nahverkehr kostenlos wäre eine Maßnahme sie wäre sozial und würde die Mobilität stärken. Die Kosten lassen sich kalkulieren, ein Missbrauch ist nicht möglich und das verschwinden von Kassen, Kontrollen und Verfolgung, spart auch noch Mittel ein.

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