Die gute Tochter

Die gute Tochter von Karin Slaughter

Ohne Spoiler mal ein Versuch 🙂
Zur Zeit habe ich mal wieder ein paar Krimis am Wickel. Die klassischen Vertreter mit den üblichen Personen haben ihren Reiz, dieses Buch gehört nicht dazu. Vielmehr sind die handelnden Personen auch die Opfer und meist erfolgt der Blick aus ihrer Perspektive.
Wie die Autorin sind die handelnden Personen Frauen. Die Handlung spielt in einer Kleinstadt der USA.
Das Buch beginnt mit für den Leser nur schwer zu ertragender Gewalt und diese zieht sich letztlich durch das gesamte Buch. Der Leser kann sich der Wirkung dieser Gewalt auf die Protagonisten nicht entziehen, nicht der Körperlichen und nicht den Auswirkungen auf deren ganzes Leben.
Letztlich geht diese Gewalt von den bekannten Stereotypen aus, von den üblichen zu erwartenden Tätern aber es gleitet nie in eine oberflächliche Belehrung ab, in politische Korrektness wie beim Tatort.
Ein schwarzes Buch ohne Lösung des Grundübels, da dieses letztlich in der Fehlkonstruktion der Gesellschaft liegt. Hoffnung gibt es nur im unerschütterlichen Handeln einer Person. Diese bleibt sich treu selbst als es kaum noch zu verstehen ist, auch nicht für den Leser. Wenn man etwas lernen kann, ist es seine Überzeugung, dass Rache nie der richtige Weg ist.
Lesen? Es wird realistische Gewalt dargestellt und der Leser sollte schon die Kraft haben diese zu verarbeiten. Die Darstellung wirkt nicht fiktiv und überzeichnet wie in einem Horrorfilm. Es gibt kein umfassendes Happy End.  Trotzdem, es ist schlüssig, fesselnd, nie pathetisch und deshalb ein klares ja.

Bild von Isabell Aquintana

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